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Jede Genossenschaft muss einem Prüfungsverband angehören - Die Unterschiede sind jedoch beachtlich - nicht nur beim Preis!

Jede Genossenschaft muss in Deutschland Mitglied in einem Prüfungsverband sein. Das ist Voraussetzung, um überhaupt im Genossenschaftsregister eingetragen zu werden. Man kann zwar den Verband aussuchen und auch wechseln, aber ohne eine solche Mitgliedschaft geht es nicht. 

Was in Deutschland gesetzliche Pflicht ist, ist im übrigen Europa - bis auf Österreich - anders geregelt. So etwas lässt förmlich die Frage ins Auge springen, was denn in Deutschland (oder Österreich - in Sachen Genossenschaften anders wäre. Eigentlich nichts, bis auf den Punkt, dass in vielen anderen Ländern. Genossenschaften als Rechtsform viel öfter anzutreffen sind, wie in Deutschland. ...

Nun könnte man annehmen, dass das der Gesetzgeber bisher übersehen hätte - hat er aber nicht ...

Die Kritiker an diesem Konzept einer Pflichtmitgliedschaft scheinen viele gute Gründe zu kennen, weshalb man in Deutschland diese Besonderheit korrigieren sollte ...

Die Kritiker führen vor allem drei Gründe zur "Pflichtmitgliedschaft"ins Feld:

  • Prüfungsverbände seien "Verdrängte Vergangenheit" (Wilhelm Kaltenborn), der Anschlusszwang von 1934 habe wenig mit der "Fürsorge" zum Genossenschaftsgedanken, aber viel mit der Durchsetzung des Führerprinzips des NS-Staates zu tun.
  • Prüfungsverbände seien eher Hindernisse statt Beförderer in Richtung mehr Genossenschaften im Lande. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sei problematisch, besonders für Neustarts.
  • Prüfungsverbände würden sich meist im "historischen Spiel um die Zahlen" verlieren. Um wirklichen MEHRWERT für Genossenschaften und deren Mitglieder zu schaffen, würden es den meisten Prüfungsverbänden an geeigneter Ausrichtung und auch an dem dafür notwendigen, geeigneten Personal fehlen. 


Nun kann man so tun - und zahlreiche Prüfungsverbände tun das so - als würde solche Kritik nicht stattfinden, weil es nur darauf ankomme, dass das Gesetz die Pflichtmitgliedschaft vorsehe.
Aus der Sicht eines "Geschäftsmodells Prüfungsverband" mag das (noch) ausreichen, aber nicht aus der Sicht von Genossenschaften, die den Förderzweck für ihre Mitglieder wirklich ernst nehmen. 

MMW hat frühzeitig auf seine Prüfungsverbände-Mitglieder eingewirkt, sich mit solcher Kritik konstruktiv auseinanderzusetzen. Alle drei Kritiken sind durchaus angemessen. Statt sie - in welcher Form auch immer - zurückzuweisen, sollte man geeignete Antworten dazu finden, um sie entbehrlich zu machen.

Zur Kritik an den Prüfungsverbänden wollen wir einige Fragen aufwerfen:

  • Wenn in §1 Genossenschaftsgesetz (GenG) der Förderzweck als der wesentliche Unterschied zu anderen Rechtsformen gesehen wird, müsste dann nicht genau dieser Förderzweck im ZENTRUM jeder Prüfungshandlung stehen?
  • Wenn nur die Zahlen und das Geschäftsführungsverhalten abgelaufener Geschäftsperioden "geprüft" werden, welchen MEHRWERT kann dann eine Prüfung schaffen?
  • Wenn bei dem Prüfungspersonal, besonders auch den Vorständen von Prüfungsverbänden, eine unverkennbare Ausrichtung auf das Element Wirtschaftsprüfung gelegt wird, wie sollte daraus eine (nutzenorientierte) zukunftsfähige (Betreuungs-) Prüfung entstehen. Aber genau das impliziert eigentlich ein dynamisch gemeinter Förderzweck. Sollte nicht die (simple) Grundfrage jeder Prüfung lauten: Wie gut ist dein Förderzweck geeignet, um den erwarteten Erfolg für die jeweilige Genossenschaft, besonders jedoch deren Mitglieder und Beschäftigte?
  • Reicht es wirklich aus, Zahlen zu kennen und Zahlen zu extrapolieren, um daraus Förderzweck-Potenziale zu erkennen und diese dann auf "Zukunftsbilder" zu projizieren?
  • Sind Prüfungsverbände vergleichbar mit Wirtschaftsprüfungskanzleien, nur etwas preiswerter und ein klein wenig anders? Und wenn dem so wäre, wäre das sinnvoll?
           
Um das bestehende "System Prüfungsverbände" beibehalten zu können - das durchaus auch seinen "Charme" und seine Vorteile zugunsten von Genossenschaften und deren Mitgliedern  hat (oder haben könnte) - wollen wir einige Fragen und Hinweise miteinander verbinden. Dabei dreht sich (fast) alles um den Förderzweck, denn nur diese Spezifik rechtfertigt ein System Prüfungsverband - trotz aller Kritik.

  • Würde - sofern Bankenprüfungen gesondert im Genossenschaftsgesetz prüfungsbezogen geregelt wären - es nicht zu einer anderen Gewichtung der (gesetzlichen) Prüfungsinhalte kommen können oder sogar kommen müssen? 
  • Müssten nicht andere bzw. neue (im Sinne von aussagefähigerer) Prüfungsgegenstände verbindlich geregelt werden, die einen wesentlicheren Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit einer Genossenschaft haben?
  • Müsste ein Prüfungsverband - um zur Zukunftsfähigkeit einer Genossenschaft und damit auch zu deren Erfolg für den gewählten Förderzweck, kompetent Urteilen und Rat geben zu können, nicht auch adäquates Fachpersonal in Prüfungen einbeziehen (z.B. Energie- und/oder Technologie-Berater für Energiegenossenschaften oder Immobilien-Berater für wohnwirtschaftliche Genossenschaften)?
  • Müsste nicht vor allem so etwas wie (kurz- und mittelfristige) Unternehmensplanungen, die - revolvierende - Ausgestaltung des Förderzwecks, Marketingkonzeptionen, Personal-führungselemente, etc. im Kern jeder Genossenschafts-Prüfung stehen?


Und wäre eine (Pflicht-) Mitgliedschaft in einem Prüfungsverband überhaupt notwendig, besonders für kleinere Genossenschaften? Zahlreiche Antworten sind bereits in den Fragen enthalten. Deshalb hier nur einige Ergänzungen:

  • Unterstellt, ein Prüfungsverband stellt wirklich den Förderzweck in den Mittelpunkt seiner Arbeit, wäre also "Spezialist" in Sachen Prüfen-Beraten-Förderzweckgestalten, kurzum so etwas wie ein Geno-Erfolgsbegleiter, dann könnte es wirklich funktionieren, echte WirKraft-Werke entstehen zu lassen.
  • Prüfungsverbände wären auch die "geborenen" Begleiter bei der Gestaltung und Entfaltung von WirKraft-Gruppen-Vorteilen, sofern sie sich auf ERFOLG und VORTEILE ausrichten. Von ihnen ausgestellte Zertifikate, wie "Geprüftes Förderzweck-Konzept" etc. wären ebenfalls sinnvoll, genauso wie z.B. eine Mitwirkung bei Planung, Durchführung und und Begutachtung von Weiterbildungsinitiativen, wie z.B. Geno-Berater oder Geno-Fachberater.
  • Auch kleine Genossenschaften könnten sinnvoll Mitglied bei einem Prüfungsverband werden. Dies darf jedoch nicht an unangemessenen Preisen bei unangemessenen Leistungen scheitern.


Schon jetzt gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Prüfungsverbänden. Das ist nicht nur - aber auch - ein Thema von Preisen, sondern vor allem ein "Mehrwert-Thema".           

Genossenschaften haben heute eine recht große Auswahlmöglichkeit an Prüfungsverbänden. Auch zahlreiche "Kanzleiverbände" sind im "Angebot" (Wirtschaftsprüfer, die zusätzlich zu ihrem ureigenen Geschäft auch Wege zur Genossenschaftsprüfung gefunden haben). 

Hier einige - interessante - Fragen, wie man den für die Genossenschaft "richtigen" Prüfungsverband finden kann:

  • Welchen Nutzen kann der Prüfungsverband bieten bei der Thematik Förderzweck?
  • Wie hoch sind die jährlichen Gesamtkosten? (Beiträge plus Gebühren). Manche Prüfungsverbände werben gern mit Beitragsfreiheit, besonders gern "Kanzleiverbände". Das ist nachvollziehbar, weil sie eher an den Gebühren interessiert sind. Beiträge deuten jedoch darauf hin, dass der Verband mehr tut, besonders in Sachen Förderzweck-Beratung. ... Beiträge sind eigentlich genau dafür vorgesehen. Es sollte nachdenklich machen, wenn ein Verband kaum oder keine Beiträge erhebt. Fragen Sie also stets nach den GESAMTKOSTEN!
  • Für kleinere Genossenschaften bieten einige Prüfungsverbände erhebliche Vereinfachungen und recht niedrige Kosten an. 
  • Prüfen Sie also gründlich - möglichst durch ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch - bei welchem Verband für Sie die "Chemie" stimmt!


Prüfungsverbände, die zugleich eine Mitgliedschaft bei MMW haben, haben die Kritiken verstanden und sind deshalb für Genossenschaften ein qualifizierter und verständnisvoller Partner. Fragen Sie bei Bedarf einfach bei MMW nach. 

MMW wird Ihnen gern bei der Suche eines geeigneten Prüfungsverbandes - oder auch eines qualifizierten Genossenschafts-Beraters - behilflich sein.              

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